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Einzigartig! Zusammenarbeit rechtlich selbstständiger beruflicher Schulen wird vom Land gefördert!

Große Freude bei der Oskar-von-Miller-Schule! Das Hessische Ministerium des Innern fördert die Zusammenarbeit der rechtlich selbstständigen beruflichen Schulen (RSBS) der Stadt Kassel, des Landkreises Waldeck-Frankenberg und des Odenwaldkreises. Hessens Innenminister Peter Beuth übergab in Korbach einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 75.000 Euro an Landrat Dr. Reinhard Kubat. Dieser nahm den Bescheid stellvertretend für die beteiligten kommunalen Schulträger entgegen und betonte, dass die RSBS eine herausragende Arbeit für das berufliche Schulwesen in Hessen leisten. Für Minister Beuth hat diese interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) eine Vorbildfunktion für ganz Hessen. „Sie leisten echte Pionierarbeit“, sagte er im Rahmen der Übergabe und betonte, dass die Förderung der Zusammenarbeit von Schulen ein „echter Dammbruch“ im Bereich der IKZ ist. Bisher wurden ausschließlich Projekte im Rahmen der direkten Zusammenarbeit von Kommunen, z. B. auf dem Gebiet der Abfallwirtschaft, gefördert. Die Oskar-von-Miller-Schule Kassel, die Hans-Viessmann-Schule in Frankenberg und Bad Wildungen, die Beruflichen Schulen Korbach und Bad Arolsen und das Berufliche Schulzentrum des Odenwaldkreises in Michelstadt, arbeiten zudem über eine vergleichsweise große Entfernung zusammen, z. B. um ein gemeinsamen Haushalts- Kassen- und Rechnungswesen zu entwickeln, zu installieren und zu nutzen. Erste Schritte wurden bereits gemacht. Die Schulen haben mit dem Programm DATEV Kommunal pro ein Softwaresystem gefunden, das für das Land Hessen zertifiziert ist und den vielfältigen Anforderungen an eine rechtlich selbstständige beruflichen Schule gerecht wird. Ein gemeinsames Rechenzentrum an der Oskar-von-Miller-Schule in Kassel, ermöglicht die netzgebundene Zusammenarbeit. Zwar gilt für die rechtlich selbstständigen beruflichen Schulen grundsätzlich das kommunale Haushaltsrecht nach der hessischen Gemeindeordnung, in der täglichen Praxis und im Berichtswesen müssen aber immer die Vorgaben zweier Träger (Kommune und Land) berücksichtigt werden. Zudem müssen neue anstaltseigene Aufgaben, im Bereich der Fort- und Weiterbildung, in einer ordentlichen Buchführung, abgebildet werden. Günter Fuchs, Schulleiter der Oskar-von-Miller-Schule, bedankte sich bei Minister Beuth nachdrücklich für die nun erhaltene Zuwendung, da sie die Schulen bei der Durchführung ihrer Aufgaben in ganz hervorragender Weise unterstützt und letztendlich der Förderung des lebenslangen Lernens junger Menschen auf kommunaler Ebene zugutekommt.

 

Zum Foto:

Armin Schwarz (Bildungspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion), Reiner Stracke (Fachdienst Schulen und Bildung, WF), Christiane Becker-Ette (stellv. Schulleiterin BS Korbach), Martin Merhof (Verwaltungsleiter HVS), Peter Beuth (Innenminister), Matthias Bank (stellv. Schulleiter HVS), Bernd Saufhaus (stellv. Schulleiter BSO), Reinhard Kubat (Landrat WF), Günter Fuchs (Schulleiter OvM), Waltraud Credé (Leiterin Schulamt Fritzlar) und Friedhelm Pfuhl (Fachdienst Schulen und Bildung WF) v. l.

 

Foto: Michael Freimuth